Oldtimer-Szene Ratgeber

Der Leitfaden zur Oldtimerpflege – TEIL I

Einen Oldtimer zu besitzen, ist eine Freude, ihn zu pflegen, eine innere Verpflichtung. Für sehr viele ist es darüber hinaus aber auch eine Herzensangelegenheit und eine schöne Ergänzung zum eigentlichen Fahren. Wir steigen tief in die Thematik der Oldtimerpflege und -reinigung ein. TEIL I der Serie.

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Autor: Raphael Fünfer
Position: Geschäftsführer
Glänzende Kühlerfigur eines Oldtimers
© Keith Heaton / Shutterstock.com

Mehr als nur Waschen oder Polieren – Die Philosophie der Oldtimerpflege

Das Fahren eines Oldtimers ist eine einzigartige Erfahrung – es ist eine Reise in die Vergangenheit, ein Gefühl von Freiheit und die spürbare Verbindung zu einem Stück Automobilgeschichte. Doch wenn der Motor verstummt ist, beginnt nicht selten ein ebenso tief empfundener und meditativer Teil der Oldtimer-Leidenschaft: die Pflege und die Wäsche. Die Pflege des Oldtimers ist Ausdruck der Wertschätzung für seine Geschichte und hat gleichzeitig einen pragmatischen Nutzen: Sie sichert den Werterhalt des Klassikers.

In den ruhigen Zeiten zwischen den Ausfahrten entfaltet sich die Freude am Oldtimer in anderer Weise: Es ist der Augenblick, in dem der Chrom zu einem funkelnden Lächeln erwacht, der Lack eine tiefe, spiegelnde Brillanz offenbart und der Innenraum den unverwechselbaren Duft von Leder und Geschichte verströmt. Diese Hingabe ist die emotionale Brücke, die das pure Fahrvergnügen zur vollendeten Leidenschaft machen kann. Sie bereitet dein geliebtes Fahrzeug nicht nur auf die nächste Fahrt vor – sie festigt die besondere Bindung zwischen Mensch und Maschine. Es ist eine schöne, entschleunigende Ergänzung zum Fahren – die Pflege ist das ruhige Atmen der Oldtimer-Seele, das es erst ermöglicht, bei der nächsten Ausfahrt die ganze romantische Magie wieder neu zu erleben.

Grundlagenarbeit: Wachanlage, Waschstraße oder SB-Wäsche?

Zu einer tiefgehenden Reinigung des Fahrzeugs gehört eine Basisreinigung. Im Gegensatz zu modernen Autos, deren Formen, Lacke und Materialien oft auf schnelle, vereinfachte Reinigungsprozesse ausgelegt sind, verlangen die Oberflächen von Klassikern nach Achtsamkeit, Wissen und den richtigen Werkzeugen. Bevor wir also tiefer ins Thema der Reinigungsprodukte einsteigen können, müssen wir weiter vorne ansetzen und die Frage beantworten, wo die Grundreinigung des Oldtimers bestenfalls startet. Es existieren zwei grundverschiedene Reinigungsmöglichkeiten: zum einen die maschinelle Wäsche in Portalwaschanlagen und Waschstraßen und zum anderen die Handwäsche, die meist mithilfe der Mittel von SB-Waschanlagen durchgeführt wird. Wir beschreiben im Folgenden beide.

Waschstraßen und Portalwaschanlagen

Sie sind bequem und an nahezu jeder Tankstelle zu finden. Die Wäsche ist schnell geschehen und den Ansprüchen vieler reicht ihre Qualität aus. Enthusiasten und Autoliebhaber meiden sie schon seit jeher und aus eigener Erfahrung empfehlen wir dir: Wasche deinen Oldtimer besser nicht in Portalwaschanlagen oder Waschstraßen, da sie für klassische Fahrzeuge selten gut geeignet sind. Je älter das Fahrzeug, desto eher solltest du auf die maschinelle Fahrzeugwäsche verzichten. Hier sind die Gründe:

  • Empfindliche Teile: Oldtimer verfügen oft über filigrane oder nachträglich angebrachte Teile, die nicht für den starken Druck oder die mechanische Belastung einer Waschanlage ausgelegt sind. Dazu gehören Antennen, Scheibenwischer, Außenspiegel, Zierleisten, Abdeckungen alter Scheinwerfer oder Zusatzscheinwerfer, Gepäckträger usw. Die rotierenden Bürsten können diese Teile verhaken, abreißen oder verbiegen. Selbst wenn die Teile nicht sofort beschädigt werden, kann die Belastung die Befestigungspunkte schwächen.
  • Gealterte Kunststoffteile: Ältere Kunststoffe und Gummiteile (wie Stoßstangen, Zierleisten oder Dichtungen) sind oft bereits durch UV-Strahlung und Alterung spröde. Die Reinigungsmittel und Chemikalien können die bereits gealterten Materialien weiter angreifen, verfärben oder die Versprödung beschleunigen.
  • Dichtungen und Wassereintritt: Ältere Fahrzeuge, insbesondere vor den 1990er Jahren, sind oft nicht so dicht wie moderne Autos. Durch Klappfenster, Dreiecksfenster oder Faltdächer von Cabrios kann Waschwasser ins Innere des Fahrzeugs gelangen und Schäden an der Elektrik oder im Innenraum verursachen.
  • Lackschäden: Der Lack alter Fahrzeuge ist oft empfindlicher und weniger widerstandsfähig. Harte Bürsten oder Lappen in älteren Waschanlagen können Kratzer oder Schlieren verursachen. Selbst moderne Textilwaschanlagen bergen ein gewisses Risiko, wenn der grobe Schmutz nicht gründlich vorgereinigt wurde. Vorhandene Lackschäden bieten einen Angriffspunkt für weitere Beschädigungen. Durch die Unterwanderung der beschädigten Stellen kann es beispielsweise zu Folgeschäden durch den Hochdruckstrahl oder die mechanische Belastung der Waschbürsten kommen.
  • Risiko für manuelle Betätigungen und Klappmechanismen: Bei sehr alten Fahrzeugen mit Kurbelfenstern oder speziellen Klappmechanismen (z. B. Belüftungsklappen) ist die Gefahr groß, dass der hohe Druck die Mechanik oder die Abdichtung überfordert, selbst wenn die Fenster komplett geschlossen sind. Fahrzeuge mit manuell hochklappbaren Scheinwerfern (Pop-up-Scheinwerfern) oder Klappen vor den Scheinwerfern sind durch die mechanische und hydraulische Beanspruchung in Waschanlagen besonders gefährdet.
  • Wassertropfen und Korrosion: Es kann sein, dass Wasser an Stellen eindringt, die nicht gut trocknen, was Rostbildung begünstigt. Auch Wasserflecken, besonders bei kalkhaltigem Wasser, können auf dem Lack unschön aussehen.

Die bessere Alternative: Handwäsche

Die Handwäsche ist die schonendste und gründlichste Methode für deinen Oldtimer. Du kannst ganz genau bestimmen, wie und wo du direkt wäschst oder welche Stelle du mit Wasserstrahl oder Reinigungsbürste besser auslässt. Das A und O für ein gelingendes Waschergebnis und eine schadfreie Reinigung sind einige klare und einfache Grundregeln:

  • Vorsichtige Vorreinigung: Wasche groben Schmutz ab, um Kratzer beim eigentlichen Waschen zu vermeiden.
  • Milde Reinigung: Verwende spezielle, pH-neutrale oder milde Reinigungsmittel, die für den Lack geeignet sind. Sei besonders achtsam, wenn du z.B. saure Felgenreiniger nutzt, die eine gute Wirkung erzielen, die Felge aber angreifen, sofern du ihn nicht rückstandsfrei abspülst.
  • Mechanische Krafteinwirkung: Schmutz kann effizient mittels der mechanischen Kraft von Bürste, Schwamm und Tuch entfernt werden, der bloße Wasserstrahl reicht in aller Regel nicht aus. Achte darauf, dass du das für den Zweck angemessene Mittel wählst, und darauf, dass du es regelmäßig reinigst oder austauschst, um Schäden zu vermeiden.
  • Weiche Materialien: Achte darauf, dass deine Wasch- und Reinigungsutensilien keine harten Kanten besitzen, um die Gefahr der Beschädigung deines wertvollen Wagens nicht zu riskieren. Nutze z.B. einen weichen Schaumstoffschwamm oder ein Mikrofasertuch.
  • Gründliches Trocknen: Trockne den Wagen nach der Außenwäsche sorgfältig mit einem weichen, saugfähigen Mikrofasertuch, um Wasserflecken zu vermeiden und Feuchtigkeitseinschlüsse zu verhindern. Selbst bei ordnungsgemäß entmineralisiertem Wasser kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Lufttrocknung frei von erscheinenden Wasserflecken geschieht.

Achtung: Verbot der Wäsche auf eigenem oder öffentlichem Grund

Bei der Handwäsche muss eines strikt beachtet werden: Die Fahrzeugwäsche im öffentlichen oder privaten Raum ist in den allermeisten Fällen aufgrund des Grundwasserschutzes verboten. Die gesetzlichen Grundlagen für das Verbot der Autowäsche auf dem Hof oder im öffentlichen Verkehrsraum – und der damit verbundene Schutz des Grundwassers – finden sich primär in folgenden Gesetzestexten:

1. Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

Die wichtigste bundesweite Grundlage bildet das Wasserhaushaltsgesetz (WHG). Der § 48 (alte Fassung) bzw. § 9 Absatz 1 Nr. 4 WHG (aktuelle Fassung) regelt, dass das Einleiten von Stoffen in das Grundwasser und andere Gewässer ohne Erlaubnis untersagt ist:

[...] das Einbringen und Einleiten von Stoffen in Gewässer [...]

Beim Autowaschen fallen wassergefährdende Stoffe an (z.B. Ölreste, Ruß, chemische Reiniger), die das Grundwasser verunreinigen können, wenn sie unkontrolliert in den Boden versickern oder in die Regenwasserkanalisation gelangen. In diesem Kontext wird von einer Umweltverschmutzung ausgegangen.

Da eine Erlaubnis für die private Autowäsche in der Regel nicht erteilt wird (weil das Schadstoffrisiko zu hoch ist), ist die Wäsche auf unbefestigtem oder nicht korrekt angeschlossenem Grund faktisch verboten und wird somit geahndet.

2. Strafgesetzbuch (StGB)

Bei besonders schwerwiegenden Verstößen gegen den oben benannten Paragrafen drohen sogar strafrechtliche Konsequenzen. § 324 StGB (Gewässerverunreinigung) lautet folgendermaßen:

(1) Wer unbefugt ein Gewässer verunreinigt oder sonst dessen Eigenschaften nachteilig verändert, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Der Versuch ist strafbar.
(3) Handelt der Täter fahrlässig, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe.

Die Autowäsche kann als eine solche erhebliche Umweltgefährdung geahndet werden. Die strafrechtlichen Konsequenzen der unerlaubten Autowäsche auf privatem oder öffentlichem Grund sind demnach drastisch.

3. Straßenverkehrs-Ordnung (StVO)

Weiterhin ist das Szenario der Wäsche auf öffentlichem Grund (Straße, Parkplätze) auch in der Straßenverkehrs-Ordnung berücksichtigt. § 32 Absatz 1 StVO (Verunreinigung der Straße) verbietet das Verunreinigen oder Benetzen der Straße, wenn dadurch der Verkehr gefährdet oder erschwert werden kann. Das Schmutzwasser aus der Autowäsche, das auf der Straße abfließt, kann hierunter fallen.

Umsetzung und lokale Unterschiede (kommunale Satzungen)

Während das WHG den Rahmen auf Bundesebene vorgibt, entscheiden die Kommunen (Städte und Gemeinden) mittels ihrer kommunalen Satzungen/Verordnungen über die konkrete Umsetzung und Ahndung. Die lokalen Vorschriften (z. B. Abwassersatzungen) definieren oft sehr genau, welche Flächen als versiegelt und angeschlossen gelten.

Öffentlicher Grund: Das Waschen auf öffentlichen Straßen und Plätzen ist in fast allen Kommunen generell verboten.

Privatgrundstück: Hier gibt es die meisten Unterschiede.

Generell verboten: Wenn das Abwasser über unbefestigte Flächen (Rasen, Schotter, Verbundsteine ohne Fugenverguss) versickern kann.

Eingeschränkt erlaubt: Auf vollständig versiegelten Flächen (z. B. versiegelte Beton- oder Asphaltflächen), wenn sichergestellt ist, dass das Abwasser über eine Mischwasserkanalisation oder einen Ölabscheider in die Kläranlage gelangt (und nicht in die Regenwasserkanalisation oder das Grundwasser).

Erlaubt sind oft: Das Nachledern oder die reine Karosseriewäsche mit klarem Wasser, solange keine chemischen Reiniger verwendet werden und keine Motor- oder Unterbodenwäsche erfolgt.

Um Bußgelder zu vermeiden, sollte man das Fahrzeug am besten in zugelassenen Waschanlagen oder Waschplätzen reinigen, da dort die Abwässer ordnungsgemäß über Öl- und Schlammabscheider gereinigt werden, bevor sie in die Kanalisation gelangen.

Fahrzeugfront eines schwarzen Porsche 911
© JoshBryan / Shutterstock.com

Die Lösung: SB-Waschboxen bzw. SB-Waschplätze

Angesichts der strengen gesetzlichen Vorgaben zum Grundwasserschutz und des generellen Verbotes der Fahrzeugwäsche auf öffentlichem oder privatem Grund ohne ordnungsgemäße Abwasserbehandlung bieten SB-Waschboxen (Selbstbedienungs-Waschanlagen) bzw. SB-Waschplätze die ideale und rechtlich sichere Lösung für die Handwäsche deines Oldtimers.

Diese Anlagen sind nicht nur legal und ihre Nutzung umweltfreundlich, sondern sie bieten auch die perfekte Infrastruktur, um die oben beschriebenen Grundregeln der schonenden Handwäsche effektiv umzusetzen.

Was einen guten SB-Waschplatz ausmacht

Waschplätze werden von ihren Besitzern, Pächtern oder von Angestellten betreut und gepflegt. Leider ist die Qualität der Anlagen nicht überall dieselbe und so kann nicht ausschließlich von erstklassigen Anlagen berichtet werden. Was für uns das Mindestmaß einer guten SB-Waschanlage ausmacht, sind in unseren Augen diese Aspekte. Eine gepflegte und tadellos funktionierende Anlage liefert in aller Regel die besten Ergebnisse:

  • Gepflegte Anlage: Wird die Anlage in regelmäßigen Abständen gepflegt oder sind die Trennwände seit Monaten und Jahren verschmutzt? Sammeln sich an den Ecken Dreck und Unrat oder achtet das Personal auf den guten Eindruck?
  • Funktionierende Technik: Funktionieren alle Programme und kommt auch wirklich Waschchemie zum Einsatz oder sind die Behälter im Technikraum leergelaufen? Funktionieren Staubsauger und Beleuchtungen?
  • Korrekter Wasserdruck: Kommt aus den Lanzen ein konstant hoher Wasserdruck? Ausgeschwemmte Düsen sorgen für eine Verminderung des Wasserdrucks und zu schlechten Waschergebnissen.
  • Ausreichend Platz: Steht dir außerhalb der Waschplätze ausreichend Raum fürs Nachwischen und Trocknen zur Verfügung oder stellt dich diese Aufgabe nach der Wäsche dort vor ein Problem?

Unser Tipp: Hast du ein schlechtes Gefühl mit deiner Anlage? Versuche die weiteren im Umfeld aus! Meist finden sich in akzeptablen Distanzen weitere und oft deutlich bessere SB-Waschanlagen. Dann lohnt sich der Weg allemal.

Die Vorteile von SB-Waschboxen für Oldtimer

Die Vorteile der SB-Wäsche sind vielseitig und lassen sich für wenige Euro pro Wäsche nutzen:

  • Rechtssicherheit: Der wichtigste Punkt ist die Legalität. Die Waschanlagen sind behördlich genehmigt und verfügen über die notwendigen Öl- und Schlammabscheider. Das bedeutet, das belastete Waschwasser wird gesammelt, gereinigt und dem Abwassernetz zugeführt, ohne das Grundwasser zu gefährden. Du vermeidest damit empfindliche Bußgelder und potenzielle strafrechtliche Konsequenzen.
  • Volle Kontrolle: Im Gegensatz zur Waschstraße behältst du die absolute Kontrolle über jeden Schritt. Du entscheidest über den Abstand des Hochdruckstrahls, die Art des Reinigungsmittels und die mechanische Einwirkung.
  • Das Ergebnis in der eigenen Hand: Stimmen die Voraussetzungen auf dem Waschplatz, trägst du die Verantwortung für das Waschergebnis. Das Auslassen z.B. einer kleinen Fläche im Schwellerbereich musst du dir selbst zuschreiben. Das ist ein Ansporn, gute Arbeit zu leisten.
  • Infrastruktur und Platz: Die Boxen bieten meist einen überdachten, gut beleuchteten Platz mit rutschfestem Boden. Du hast Zugang zu Hochdruckreinigern, Schaumbürsten und meistens auch zu entmineralisiertem Wasser (Osmosewasser) für das fleckenfreie Klarspülen.
  • Anpassbare Reinigung: Du kannst empfindliche Stellen (wie Zierleisten, Dichtungen, nachträglich angebrachte Teile oder Oldtimer-spezifische Klappen) gezielt auslassen oder nur mit geringem Druck behandeln.

Die richtige Wäsche in der SB-Waschanlage

Hast du es auf einen guten SB-Waschplatz geschafft, liegt es an dir, ein gutes Ergebnis zu generieren. Hier einige wichtige Punkte, die wir dir aus unserer Erfahrung und aus Gesprächen mit Betreibern solcher Anlagen an die Hand geben wollen:

  1. Der Reihe nach: Gehe die Waschschritte in der vorgesehenen Reihenfolge durch und springe nicht zwischen den Programmen. Die Reinigung beginnt beim ersten Schritt und endet beim letzten.
  2. Immer zuerst die Grobreinigung: Fange niemals mit der Bürste an, sondern nutze das Vorwaschprogramm, um den groben Dreck vom Fahrzeug zu waschen. Tust du das nicht, riskierst du mit der Waschbürste das Einreiben des Schmutzes direkt in den Lack und damit Schäden.
  3. Prüfe die Waschbürste: Leider kann auch in der saubersten SB-Waschanlage ein unbedachter oder unanständiger Vornutzer am Werk gewesen sein. Prüfe die Sauberkeit der Waschbürste und nutze den Wasserstrahl im Optimalfall vor dem Umschalten, um die Bürste damit einmal durchzuspülen.
  4. Nutze das letzte Waschprogramm: Ob du das Heißwachsprogramm nutzt oder nicht, ist dir überlassen. Auf jeden Fall aber solltest du das abschließende Programm (oft z.B. "Top-Pflege" genannt) nutzen. Es nutzt das entmineralisierte Wasser zur möglichst fleckenfreien Abtrocknung.
  5. Hinterlasse die Waschbox sauber: Achte im Sinne des Nachnutzers darauf, dass die Waschbox und die Waschtechnik sauber hinterlassen werden.

Fazit: Die Freude an der Fahrzeugpflege beginnt mit einer anständigen Wäsche

Wir haben in diesem ersten Teil des Oldtimer-Pflegeleitfadens das Fundament für den langfristigen Werterhalt und die tief empfundene Freude an deinem Klassiker gelegt. Die Wahl des richtigen Ortes und der richtigen Methode für die Grundreinigung ist nicht nur eine Frage der Gründlichkeit, sondern auch eine Pflicht gegenüber der Geschichte deines Fahrzeugs und der Umwelt.

Die drei Erkenntnisse zur sicheren Oldtimer-Wäsche

  • Ausschluss der Waschstraße: Wir haben gesehen, dass Waschstraßen und Portalwaschanlagen aufgrund mechanischer Belastung, fehlender Dichtigkeit alter Karosserien und aggressiver Chemie ein unnötiges Risiko für empfindliche Oldtimer-Teile darstellen. Der Preis für die Bequemlichkeit ist hier zu hoch.
  • Verzicht auf die Handwäsche zu Hause: Die detaillierte Auseinandersetzung mit dem Wasserhaushaltsgesetz und dem Strafgesetzbuch zeigt unmissverständlich: Die unkontrollierte Wäsche auf privatem oder öffentlichem Grund ist aus gutem Grund illegal. Du riskierst Bußgelder und schädigst unsere Umwelt durch das Einleiten von Schadstoffen ins Grundwasser.
  • Die SB-Waschbox als Königsweg: Die SB-Waschboxen sind der unverzichtbare und rechtskonforme Kompromiss. Sie bieten die nötige Infrastruktur, die Hochdrucktechnik zur Vorreinigung und vor allem die ordnungsgemäße Abwasserbehandlung über Öl- und Schlammabscheider. Sie geben dir die Kontrolle, die du für die sanfte Pflege deines Klassikers benötigst.

Die Pflege des Oldtimers ist, wie eingangs beschrieben, ein Akt der Entschleunigung. In der SB-Waschbox kannst du diesen Moment zelebrieren – aber nur, wenn du das richtige, schonende Handwerkszeug und die richtige Technik nutzt.

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