Wenn du einen Oldtimer in der Garage stehen hast, ist eines für dich klar: Damit dein Gefährt auch in zwanzig Jahren noch butterweich schaltet, müssen wir über etwas reden, das oft stiefmütterlich behandelt wird – das Getriebe und im Speziellen das Getriebeöl. In diesem Beitrag schauen wir uns an, warum die LIQUI MOLY Classic Serie (SAE 90 und SAE 140) und ein spezielles Additiv fürs Getriebeöl in deinem Getriebe wahre Wunder wirken können. Dieser Ratgeber richtet sich insbesondere an Besitzer von Vorkriegsklassikern sowie von Oldtimern der 50er, 60er und 70er Jahre.
LIQUI MOLY Classic Getriebeöle SAE 90, SAE 140 und Getriebeöl Additiv

Bei der Wartung des Klassikers denkst du möglicherweise nicht zuerst an diese Baugruppe und doch ist sie eine der wichtigsten für das entspannte und zuverlässige Fahrerlebnis in deinem Klassiker: Das Getriebe. Wie im Motor musst du dich auch hier dem zähflüssigen Öl widmen, um sorgenfreie Runden drehen zu können. Wir bauen privat wie auch im Shop auf die Expertise von LIQUI MOLY. Was die Classic-Serie des Herstellers ist und wofür sie besonders geeignet ist, schreiben wir hier im Blogbeitrag.
Warum dein Oldtimer der 50er, 60er und 70er möglicherweise kein modernes Öl verträgt
"Warum kann ich nicht einfach das modernste Synthetiköl nehmen? Das ist doch technisch viel weiter." Diese Frage stellst du dir in diesem Zusammenhang sicherlich. Das stimmt zwar, aber genau da liegt das Problem. Moderne Getriebeöle sind für moderne Materialien entwickelt. In deinem Oldtimer stecken möglicherweise Bauteile aus Buntmetallen (wie Messing oder Bronze), insbesondere in den Synchronringen. Moderne Öle enthalten oft Additive (sogenannte EP-Additive auf Schwefel-Phosphor-Basis), die diese Buntmetalle regelrecht zerfressen können.
Zudem sind alte Getriebe oft weniger präzise gefertigt und haben größere Toleranzen. Ein zu dünnflüssiges modernes Öl würde hier einfach durch die Dichtungen „abhauen“ oder keinen stabilen Schmierfilm aufbauen können.
Die Öle der Classic-Serie von LIQUI MOLY sind also speziell für die etwas älteren Oldtimer, insbesondere der Vorkriegszeit und der ersten Jahrzehnte nach dem Krieg, gedacht. Modernere bzw. moderne Öle können in neueren Fahrzeugen Anwendung finden - dazu in einem späteren Blogbeitrag aber mehr.
Die Spezialisten: LIQUI MOLY Classic Getriebeöl SAE 90 & SAE 140
LIQUI MOLY hat mit der Classic-Serie Öle entwickelt, die exakt auf die Bedürfnisse von Fahrzeugen der Vorkriegszeit sowie aus den 50er, 60er und 70er Jahren zugeschnitten sind. Sie sind mild legiert und greifen die empfindlichen Metalle nicht an.
Die Bezeichnung des Getriebeöls gibt, wie bei Fahrzeugölen üblich, die jeweilige Viskositätsklasse an. Dabei gilt: Je höher die Zahl am Ende, desto zähflüssiger ist das Öl unter Betriebsbedingungen – ein SAE 140 ist also deutlich dickflüssiger, das SAE 90 bedeutend dünner.
1. LIQUI MOLY Classic Getriebeöl SAE 90
Das SAE 90 ist der Allrounder für viele klassische Schaltgetriebe und leicht belastete Achsantriebe.
- Viskosität: Es bietet eine hervorragende Haftung an den Zahnflanken.
- Schutz: Es verhindert Rostbildung bei längeren Standzeiten (Winterpause!).
- Schaltkomfort: Es sorgt dafür, dass die Synchronringe genau den richtigen Grip haben, um die Gänge ohne Krachen einzulegen.
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2. LIQUI MOLY Classic Getriebeöl SAE 140
Wenn dein Schätzchen etwas kräftiger zupacken muss oder grundsätzlich nach einer dickeren Schmierung verlangt, kommt das SAE 140 ins Spiel.
- Einsatzgebiet: Ideal für schwere Lasten und höhere Temperaturen.
- Dämpfung: Durch die höhere Viskosität werden Getriebegeräusche (das typische Singen) oft deutlich reduziert, dickflüssigeres Öl verfügt also über bessere Dämpfungseigenschaften.
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Dichtigkeit: Ältere, leicht schwitzende Getriebe bleiben mit diesem dickflüssigeren Öl oft deutlich trockener.
Welches Öl für deinen Oldtimer das richtige ist, verrät dir in erster Linie ein Blick in das originale Werkstatthandbuch oder die Betriebsanleitung deines Klassikers. Dort findest du die damals vorgeschriebene SAE-Klasse, an die du dich auch heute halten solltest, um die Schmierung genau so zu gewährleisten, wie es die Ingenieure einst vorgesehen haben.
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Das „Wundermittel“: LIQUI MOLY Getriebeöl Additiv (MoS2)
Egal ob SAE 90 oder 140 – es gibt einen Weg, den Schutz noch einmal massiv zu steigern: das LIQUI MOLY Getriebeöl Additiv. Hierbei handelt es sich um eine Suspension des Festschmierstoffs Molybdändisulfid (MoS2).
Was bewirkt das Additiv im Oldtimer?
- Notlaufeigenschaften: Falls dein Getriebe doch mal etwas Öl verliert, bildet das MoS2 einen chemisch stabilen Schutzfilm auf den Metalloberflächen. Metall reibt nicht mehr auf Metall.
- Leiserer Lauf: Das Getriebe läuft spürbar ruhiger. Vibrationen und Reibungsgeräusche werden minimiert.
- Leichteres Schalten: Viele Anwender berichten, dass sich das Getriebe nach der Zugabe deutlich präziser und mit weniger Kraftaufwand schalten lässt.
- Temperatursenkung: Weniger Reibung bedeutet weniger Hitzeentwicklung im Getriebegehäuse – ein Segen für alte Dichtringe.
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Getriebeölwechsel: So machst du es richtig
Ein Getriebeölwechsel beim Oldtimer ist kein Hexenwerk, erfordert aber Sorgfalt, Umsicht, das passende Öl sowie das richtige Werkzeug. Folge unserer kurzen Schritt-für-Schritt-Anleitung und gönne deinem Wagen eine neue Getriebeöl-Füllung.
- Warmfahren: Fahre das Auto etwa 15–20 Minuten warm, damit das alte Öl flüssig ist und Abriebpartikel in Schwebe hält.
- Ablassen: Öffne zuerst die Einfüllschraube (damit du sicher bist, dass du später wieder befüllen kannst!) und dann die Ablassschraube.
- Auffangen: Fange das Altöl für die spätere umweltgerechte Entsorgung auf. Fahrzeugöle sollten nicht ins Abwasser und nicht in den üblichen Abfallkreislauf gelangen!
- Ablassschraube schließen: Drehe die Ablassschraube ein und nutze dafür ggf. einen neuen (Kupfer-)Dichtring zur Gewährleistung der Dichtigkeit.
- Additiv beimischen: Das LIQUI MOLY Getriebeöl Additiv mischst du am besten direkt dem frischen Öl bei, bevor du es einfüllst. Eine Tube (20g) reicht für ca. 1 bis 2 Liter Getriebeöl.
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Auffüllen: Fülle das Gemisch ein, bis es an der Unterkante der Einfüllöffnung steht bzw. dort auszulaufen beginnt. Nutze dafür z.B. eine Umfüllpumpe / Handpumpe wie die bei uns erhältliche.
- Einfüllstopfen schließen: Schraube den Einfüllstopfen ein und nutze auch hierbei ggf. einen neuen (Kupfer-)Dichtring zur Gewährleistung der Dichtigkeit.
- Reinigen: Verwende einen geeigneten Bremsen-/ Teilereiniger, um das am Gehäuse noch anhaftende Öl zu entfernen.
Fazit: Wer rastet, der rostet – wer schmiert, der fährt!
Ein Fahrzeuggetriebe ist ein mechanisches Kunstwerk. Die Verwendung der LIQUI MOLY Classic Getriebeöle SAE 90 oder 140 stellt sicher, dass die Materialien, besonders bei alten Modellen, nicht chemisch angegriffen werden. Das Getriebeöl Additiv unterstützt zusätzlich, den Verschleiß auf ein Minimum zu reduzieren und den Fahrkomfort zu steigern.
Alles für dein Projekt: Du willst direkt loslegen? Vom speziellen Getriebeöl über die passende Umfüllpumpe bis hin zum Reiniger, aber auch die Produkte für die weiteren Aufgaben am Fahrzeug – wir haben das passende Equipment für deinen Klassiker zusammengestellt.
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P.S. Dieser Blogbeitrag bezieht sich explizit auf die Öle der LIQUI MOLY Classic-Serie. Wir ergänzen unseren Shop schon sehr bald mit moderneren Ölen für jüngere Oldtimer sowie für Youngtimer. Bleibt gespannt!

