Ratgeber

LIQUI MOLY Ölverlust Stop und seine Anwendung

Kennst du das? Du kommst samstagmorgens in die Garage, freust dich auf die Ausfahrt mit deinem Klassiker, und dann entdeckst du das: Ein dunkler Fleck auf dem Garagenboden. Dein Oldie „markiert sein Revier“. Das ist nicht nur ärgerlich für den Bodenbelag und schlecht für die Umwelt, sondern sorgt bei uns Oldtimer-Fans auch sofort für Schweißperlen auf der Stirn. Dieser Blogbeitrag befasst sich mit dem LIQUI MOLY Ölverlust Stop, das du bei uns im Shop erhältst.

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Autor: Raphael Fünfer
Position: Geschäftsführer

Ölfleck auf regennassem Asphalt

Ölpfützen unter dem Schätzchen? Warum das LIQUI MOLY Ölverlust Stop ein "Lebensretter" sein kann

Ist die Zylinderkopfdichtung hin? Sind es die Wellendichtringe? Muss jetzt der ganze Motor raus und revidiert werden? Bevor du den Werkstattkran bestellst und dein Erspartes für eine Generalüberholung verplanst, gibt es eine Lösung, die in vielen Fällen schon Wunder wirkte: das LIQUI MOLY Ölverlust Stop.

Was macht dieses Additiv eigentlich, wie es funktioniert und – ganz wichtig – wie wendest du es bei deinem Oldtimer richtig an?

Warum verlieren Oldtimer überhaupt Öl?

Bevor wir zur Lösung kommen, müssen wir das Problem verstehen. Oldtimer-Motoren sind faszinierende Maschinen, aber sie haben eine natürliche Schwachstelle: Elastomere. Das ist der Fachbegriff für Gummi- und Kunststoffdichtungen.

Im Laufe der Jahrzehnte passiert in deinem Motor Folgendes:

  1. Weichmacher verflüchtigen sich: Die im Gummi enthaltenen Weichmacher dünsten aus. Die Dichtung wird hart, spröde und schrumpft.
  2. Thermische Belastung: Hitze und Kälte lassen das Material arbeiten, bis es irgendwann Risse bekommt.
  3. Lange Standzeiten: Gerade bei unseren Oldtimern, die den Winter über ruhen, werden Dichtungen trocken und kleben fest. Beim ersten Start nach der Pause reißen sie dann minimal ein.

Das Ergebnis sind undichte Ventilschaftabdichtungen oder schwitzende Kurbelwellensimmerringe. Dein Motor „bläut“ (verbrennt Öl) oder „tropft“ (verliert Öl nach außen).

Was LIQUI MOLY Ölverlust Stop eigentlich ist

Manche nennen es „Reparatur aus der Dose“. Ganz so magisch ist es zwar nicht, aber chemisch gesehen ist es nah dran. Das Ölverlust Stop ist ein spezielles Additiv-Konzentrat, das du einfach dem Motoröl beimischst.

Es enthält hochwirksame Wirkstoffe, die genau zwei Dinge tun und damit verschiedenartige Verbesserungen bewirken können:

  • Regeneration: Es gibt den verhärteten Gummi- und Kunststoffdichtungen die verlorenen Weichmacher zurück. Die Dichtungen quellen kontrolliert auf und werden wieder geschmeidig.
  • Viskositäts-Optimierung: Es verbessert die Abdichtung an den Kolbenringen, indem es den Ölfilm stabilisiert.

Wichtig für dich als Oldtimer-Besitzer: Es ist kein „Dichtungsmittel“, das Kanäle verstopft. Es arbeitet rein über die Pflege der vorhandenen Dichtmaterialien.

Dose LIQUI MOLY Ölverlust Stop

Die Vorteile für deinen Klassiker im Überblick

Ölverlust Stop ist nicht das Allheilmittel bei undichten Motoren, kann aber unter den richtigen Umständen Wunder wirken. Gelistet findest du die verschiedenen Vorteile und warum du diesem Mittel eine Chance geben solltest, wenn du der Meinung bist, dass es genau dir bei deinem Problem helfen kann.

Vorteil Effekt für den Oldtimer
Dichtungspflege Wellendichtringe und Ventilschaftdichtungen werden wieder elastisch.
Weniger Ölverbrauch Reduziert den Ölverbrauch über die Kolbenringe und Ventilführungen.
Umweltschutz Keine oder reduzierte Ölflecken in der Einfahrt oder in der Natur.
Geräuschminderung Ein stabilerer Ölfilm kann mechanische Geräusche minimieren.
Werterhalt Ein trockener Motor ist beim TÜV und beim Wiederverkauf bares Geld wert.

Schritt-für-Schritt: Die richtige Anwendung von LIQUI MOLY Ölverlust Stop

Die Anwendung ist denkbar einfach. Allerdings solltest du beim Oldtimer du ein paar Details beachten.

1. Den richtigen Zeitpunkt wählen

Am besten gibst du das Ölverlust Stop direkt nach einem Ölwechsel zu. So stellst du sicher, dass das Additiv in frischem Öl arbeiten kann und die maximale Wirkungsdauer (bis zum nächsten Wechsel) hat. Du kannst es aber auch jederzeit zwischendurch einfüllen, falls das Leck plötzlich auftritt. Es beeinflusst bei richtiger Dosierung die Eigenschaften deines Motoröls nicht negativ und kann darum problemlos und jederzeit zugefügt werden.

2. Die Dosierung

Die 300 ml-Dose ist ausreichend für bis zu 5 Liter Motoröl.

  • Hat dein Oldtimer ein größeres Ölvolumen (z.B. ein alter V8 oder ein großvolumiger Vorkriegs-Klassiker), musst du entsprechend mehr dazugeben (Mischungsverhältnis ca. 6-7%).
  • Wichtig: Achte darauf, dass du den maximalen Ölstand am Peilstab nicht überschreitest! Wenn dein Ölstand ohnehin auf „Max“ steht, solltest du vorher die entsprechende Menge Öl ablassen, um die maximale Füllmenge nicht zu überschreiten.

3. Das Einfüllen

Motorhaube auf, Öldeckel ab und rein mit der Dose. Das Additiv ist mit allen handelsüblichen Mineral- und Synthetikölen mischbar – also keine Sorge, egal ob du 15W-40 Klassik-Öl oder ein moderneres 10W-60 fährst.

4. Die „Heilungsphase“

Jetzt kommt der Teil, der Geduld erfordert: Das Ölverlust Stop wirkt nicht sofort nach 5 Kilometern. Die Wirkstoffe müssen in das Material der Dichtungen einziehen.

Als Faustregel gilt: Die volle Dichtwirkung tritt erst nach etwa 600 bis 800 Kilometern Fahrstrecke ein. Fahre deinen Oldtimer also nach der Zugabe ganz normal warm und bewege ihn in den nächsten Wochen regelmäßig.

Wann hilft es – und wann nicht?

Wir wollen ehrlich sein: LIQUI MOLY Ölverlust Stop ist kein Zaubertrank, der mechanisch zerstörte Teile heilt.

  • Es hilft bei: Spröden, geschrumpften oder harten Dichtungen (Simmerringe, Ventilschaftdichtungen, Gehäusedichtungen).
  • Es hilft NICHT bei: Gerissenen Korkdichtungen (oft bei ganz alten Vorkriegsmodellen), defekten Papierdichtungen oder wenn Metall auf Metall reibt. Wenn ein Simmerring bereits mechanisch zerfetzt ist oder die Kurbelwelle tiefe Einlaufspuren hat, hilft nur noch der Austausch.

Warum also gerade bei Oldtimern?

Oldtimer stehen oft lange. In der Standzeit trocknen die Dichtungen aus, da sie nicht vom Öl umspült werden. Das Ölverlust Stop wirkt hier präventiv und kurativ zugleich. Es hält die Dichtungen „fit“ für die nächste Saison. Zudem sind gerade die Ventilschaftdichtungen bei älteren Konstruktionen oft die Ursache für blauen Qualm beim Gaswegnehmen oder nach dem Leerlauf. Hier kann das Additiv oft eine teure Kopf-Demontage ersparen oder zumindest um Jahre hinauszögern. Es ist also wie gemacht für die speziellen Bedürfnisse von Klassikern.

Bild eines Oldtimermotors

Fazit: Ein Muss für deinen Oldtimer und die Werkstatt

Für unter 20 Euro bietet das LIQUI MOLY Ölverlust Stop eine Chance, die den Unterschied zwischen einer entspannten Saison und einer frustrierenden Garagenzeit ausmachen kann. Es ist die günstigste „Reparatur“, die du deinem Oldtimer gönnen kannst.

Selbst wenn dein Motor aktuell noch trocken ist: Viele Oldtimerliebhaber nutzen es alle zwei bis drei Jahre präventiv, um die Dichtungen geschmeidig zu halten, bevor sie überhaupt erst hart werden können.

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