Oldtimer-Szene 3 Min. Lesezeit

Rückblick auf die Klassikwelt Bodensee 2026

Vom 12. bis 14. Juni hieß es: Ab nach Friedrichshafen! Jetzt sind wir zurück – mit müden Füßen, aber voller bleibender Eindrücke von einer absolut gelungenen Messe. Rund 40.800 Gleichgesinnte, über 2.000 klassische Fahrzeuge und eine Stimmung, die trotz des verregneten Starts am Freitag grandios war. Wenn du nicht dabei sein konntest, nehmen wir dich hier virtuell mit. Und wenn du da warst: Lass uns gemeinsam in Erinnerungen schwelgen!

Profilbild von Raphael Fünfer
Autor: Raphael Fünfer
Position: Geschäftsführer

Unimog am Eingangsbereich der Klassikwelt Bodensee 2026

Ein nasser Start hält echte Schrauber und Enthusiasten nicht auf

Wer am Freitagmorgen aus dem Fenster blickte, wollte womöglich erst mal einen starken Kaffee: Kühl und regnerisch präsentierte sich der Himmel über dem Bodenseeraum. Aber echte Oldtimer-Enthusiasten und Schrauber sind ja bekanntlich nicht aus Zucker.

Das Tolle an der Messe in Friedrichshafen ist ihre geniale Infrastruktur. Viele Besucher konnten mit ihren Klassikern direkt in den Hallen oder im geschützten Innenhof parken. Das Ergebnis? Ein kunterbuntes, trockenes Treffen der automobilen Kulturgeschichte, noch bevor man überhaupt die eigentlichen Messehallen betreten hatte.

Wir selbst waren am Sonntag bei strahlendem Sonnenschein vor Ort, haben aus unseren Gesprächen aber vernommen, dass am Tag des Messeauftaktes das Beste aus der Situation gemacht wurde. Denn obwohl das Wetter am Freitag das Schaufahren auf dem Rundkurs ein wenig einbremste, tat das der Stimmung in den Hallen keinen Abbruch.

Ab Samstag wendete sich das Blatt: Der Himmel riss auf, die Sonne kam raus und die Klassikwelt verwandelte sich in das lebendige, pulsierende Festival, das wir auch am Tag unseres Besuchs erleben durften.

Volkswagen Karmann-Ghia Typ 34

Unser Highlight: Ungezwungene Atmosphäre und abwechslungsreiche Exponate

Was uns am meisten begeistert hat? Es war diese herrlich entspannte Atmosphäre auf dem gesamten Gelände. Auf der Klassikwelt Bodensee gibt es kein steifes Elitedenken – hier unterhält sich der Schrauber völlig ungezwungen mit dem Sammler im feinen Zwirn und der Fahrer des DTM-Fahrzeugs, noch im Rennoverall, mit dem interessierten Autofan. Man teilt einfach dieselbe Leidenschaft.

Diese Nahbarkeit spiegelte sich auch in der genialen Mischung der Exponate wider. Wer nach den edlen Porsche- und Mercedes-Klassikern eine Pause vom Hochglanz-Lack brauchte, bog einfach auf den Außenbereich des Messgeländes ab: Hier landete man wahlweise an den gemütlichen Essensständen, zwischen der nostalgischen Camping-Oase und den ansehnlichen Besucher-Fahrzeugen im Innenhof, oder direkt an der Rundstrecke mit Blick auf laute Rennwagen und Motorräder.

Auch Nutzfahrzeug-Fans kamen absolut auf ihre Kosten und konnten bei den mächtigen Arbeitstieren vergangener Tage oder der imposanten Feuerwehr-Sonderschau verweilen. Genau diese bunte Vielfalt sorgt dafür, dass das Auge nie müde wird und man an jeder Ecke neu überrascht wird.

Besonders stark vertreten waren dieses Jahr die Klassiker der deutschen Automobilgeschichte – von bildschönen Volkswagen Karmann-Ghias über kantige BMWs bis hin zu zeitlosen Mercedes-Benz-Modellen. Auch der Porsche 928 hat mittlerweile endgültig den Anschluss an den ikonischen 911 gefunden und bildet so ein weiteres Beispiel dafür, wie sich die Oldtimerszene von Jahr zu Jahr ein wenig weiterentwickelt.

Action auf dem Asphalt, im Wasser und über den Wolken

Ab Samstag zeigte die Klassikwelt Bodensee ihr volles Multitalent-Programm. Friedrichshafen bietet eine Kulisse, die keine andere Messe kopieren kann. Während auf dem engen Rundkurs die Vorkriegswagen mit lautem Gebrüll um die Ecken getrieben wurden, gab es für Flugzeuginteressierte eine spektakuläre Airshow am Himmel zu sehen.

Am Freitagabend verlagerte sich das Event zudem beim „Sunset am See“ schließlich an die Uferpromenade. Rund 95 historische Fahrzeuge machten sich im Korso auf den Weg zum See. Bei cooler Live-Musik, dem historischen Schiff „Gustav Prym“ auf dem Wasser und rechtzeitig eingetretenem bestem Sommerwetter fand der Messetag offenkundig einen stimmungsvollen Ausklang. Genauso kann man Fahrkultur im Rahmen einer Messe leben!

Amphicar auf dem Messesee der Klassikwelt Bodensee 2026

Unser Fazit zur Klassikwelt Bodensee 2026

Für uns als deinen Partner für Oldtimer- und Werkstattbedarf war der Besuch ein voller Erfolg. Wir bringen nicht nur jede Menge Inspiration mit nach Hause, sondern haben auch direkt neue Kontakte geknüpft. Unser Ziel bleibt: Wir wollen dir genau das Werkzeug und die Teile liefern, mit denen du deinen Traum auf Rädern am Leben erhalten kannst – egal, ob du einen schnöden Ölwechsel machst oder eine komplette Frame-Off-Restaurierung planst.

Stöbere gerne durch unser Shopsortiment und entdecke, was HERITAGE SUPPLIES schon heute für dich bereithält. Schon bald folgen weitere Ergänzungen. Versprochen!

Wie hast du die diesjährige Messe erlebt? Welches Fahrzeug war dein persönlicher Favorit? Schreib es uns unbedingt unten in die Kommentare – wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

Über den Autor: Raphael Fünfer

Raphael ist nicht nur Gründer und Geschäftsführer, sondern auch Schrauber aus Leidenschaft. Seine Reise begann 2009 mit der Ausbildung im Kfz-Handwerk bei BMW, gefolgt von einer Station im Motorenbau bei Porsche. Nach seinem abgeschlossenen Studium sammelte er weitere Erfahrungen in der Qualitätssicherung bei NGK SPARK PLUG und im Aftersales-Management bei Aston Martin.

Seit 2012 widmet er sich in jeder freien Minute seinen eigenen Oldtimern. Als Kfz-Mechatroniker, Wirtschaftsingenieur und MBA verbindet er technisches Handwerk mit fundiertem Fachwissen und bringt diese Erfahrungen beim Schreiben der Blogartikel und beim Auf- und Ausbau von HERITAGE SUPPLIES ein.

Raphael Fünfer

Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor ihrer Veröffentlichung genehmigt werden müssen.

Weitere Blogbeiträge

Hat dir der Artikel gefallen? Lese weitere aus unserem Beitrags-Archiv.