Loctite ist die nächste Erweiterung in unserem Sortiment!
Endlich ist es so weit: Wir erweitern unser Sortiment um einen echten Giganten der Werkstattwelt. Wenn du dich leidenschaftlich mit der Restauration von Oldtimern beschäftigst, weißt du, dass der Teufel im Detail steckt. Eine lockere Schraube am Fahrwerk oder ein undichtes Gewinde am Ölkühler können nicht nur den Fahrspaß trüben, sondern im schlimmsten Fall teure Originalteile ruinieren.
Genau hier kommt Loctite ins Spiel. In diesem Beitrag erfährst du alles über die Geschichte der Marke, warum sie bei Oldtimer-Liebhabern einen so guten Ruf genießen und wie du die wichtigsten Produkte – Loctite 243, 270, 577 und 638 – in deiner Werkstatt perfekt anwendest.
Eine Legende in der Tube: Wer steckt hinter Loctite?
Bevor wir in die technischen Details eintauchen, werfen wir einen Blick auf die Marke. Loctite ist heute ein Synonym für Schraubensicherung. Die Geschichte begann 1953 in einem Labor am Trinity College in Hartford, Connecticut. Dr. Vernon Krieble entwickelte dort ein einzigartiges flüssiges Harz, das eine besondere Eigenschaft besaß: Es härtete unter Luftabschluss zwischen Metallflächen aus.
Was als "American Sealants Company" begann, revolutionierte unter dem Namen Loctite die Industrie. Seit 1997 gehört die Marke zum Henkel-Konzern und ist heute weltweit Marktführer im Bereich Klebe- und Dichtungslösungen. Für uns Schrauber bedeutet der Name Loctite vor allem eines: Verlässlichkeit. Wenn du eine Schraube mit Loctite sicherst, kannst du sicher sein, dass sie genau dort bleibt, wo sie hingehört – egal wie sehr der Vorkriegs-Boxer oder der V8-Block vibriert.
Warum Loctite für Oldtimer-Besitzer die Rettung sein kann
Bei der Restauration eines klassischen Fahrzeugs stehen wir oft vor Herausforderungen, die moderne Werkstätten nicht immer zwingend beachten müssen:
Vibrationen: Alte Motoren laufen oft rauer. Ohne chemische Sicherung lösen sich Schrauben durch die ständigen Schwingungen fast von selbst.
Materialermüdung: Alte Gewinde sind oft nicht mehr so maßhaltig wie am ersten Tag. Loctite füllt diese mikroskopischen Lücken und sorgt für neuen Halt.
Korrosionsschutz: Loctite dichtet das Gewinde komplett ab. Feuchtigkeit kann nicht eindringen, was das gefürchtete Festrosten (Kontaktkorrosion) verhindert.
Erhalt von Originalsubstanz: Anstatt ein ausgeleiertes Gewinde mühsam aufzubohren und einen Einsatz zu setzen, kann ein passender Fügeklebstoff oft die Rettung sein.
Unsere neuen Helden im Regal: Die Produkthighlights
Wir haben uns bewusst für vier Kernprodukte entschieden, die bei keiner Restauration fehlen dürfen. Hier ist dein Guide für den richtigen Einsatz:
1. Loctite 243: Das "Mädchen für alles" (Mittelfest)
Das blaue Loctite 243 ist vermutlich das bekannteste Produkt in der Welt der Schraubensicherungen. Es ist die universelle Schraubensicherung für alle Gewinde, die du irgendwann wieder lösen möchtest.
Einsatzbereich: Ideal für Bremssättel, Ventildeckel, Anbauteile am Motor oder Fahrwerkskomponenten.
Besonderheit: Es ist öltolerant. Auch wenn du das Gewinde nicht zu 100 % fettfrei bekommen hast (was beim Oldtimer oft schwierig ist), hält es zuverlässig.
Anwendung:
Reinige die Schraube und das Innengewinde grob.
Trage ein paar Tropfen auf den Bereich des Gewindes auf, der später in der Mutter oder im Sackloch sitzt.
Montiere die Teile mit dem vorgeschriebenen Drehmoment.
Wichtig: Du kannst die Verbindung später mit normalem Handwerkzeug wieder lösen.
2. Loctite 270: Wenn es für die Ewigkeit sein soll (Hochfest)
Das grüne Loctite 270 ist die "Heavy Duty"-Variante. Es wird dort eingesetzt, wo eine dauerhafte Verbindung gefragt ist, die sich unter keinen Umständen lösen darf.
Einsatzbereich: Stehbolzen im Motorblock, Lagerdeckel oder Verbindungen an Getrieben.
Anwendung:
Hier ist Sauberkeit Pflicht! Nutze einen Bremsenreiniger, um Ölreste vollständig zu entfernen.
Trage den Klebstoff ringförmig auf.
Nach dem Festziehen lässt du die Verbindung mindestens 24 Stunden aushärten, bevor du sie belastest.
Demontage-Tipp: Wenn du eine mit Loctite 270 gesicherte Schraube doch einmal lösen musst, brauchst du Hitze. Erwärme die Stelle lokal auf etwa 250 °C (z.B. mit einem Heißluftfön), um den Klebstoff zu "brechen".
Vergiss Hanf oder Teflonband, das im Oldtimer oft deplatziert wirkt oder Kanäle verstopfen kann. Loctite 577 ist eine gelbe, gelförmige Dichtung für Metallgewinde.
Einsatzbereich: Wenn ein Lager im Gehäuse Spiel hat (ausgeschlagen ist) oder ein Zahnrad auf einer Welle nicht mehr fest sitzt.
Warum es genial ist: Es füllt Spaltmaße bis zu 0,25 mm aus und sorgt für eine gleichmäßige Kraftverteilung über die gesamte Fläche. Es verhindert Passungsrost, der bei alten Wellen oft zum Problem wird.
Anwendung:
Beide Flächen penibel entfetten.
Klebstoff auf die Vorderkante der Welle und die Innenseite der Nabe auftragen.
Teile unter Drehbewegungen zusammenfügen, um den Kleber optimal zu verteilen.
Hier gelistet findest du die vier Produkte bei HERITAGE SUPPLIES sowie ihre Haupteinsatzgebiete:
Produkt
Typ
Farbe
Festigkeit
Haupteinsatz (Oldtimer)
Besonderheit
Loctite 243
Schraubensicherung
Blau
Mittelfest
Bremssättel, Ventildeckel, Motoranbauteile
Öltolerant, mit Handwerkzeug demontierbar.
Loctite 270
Schraubensicherung
Grün
Hochfest
Stehbolzen, Lagerdeckel, Getriebeteile
Extrem belastbar, Demontage nur mit Hitze 250 °C
Loctite 577
Gewindedichtung
Gelb
Mittelfest
Ölablassschrauben, Benzinleitungen, Fittings
Gel-Form (kein Tropfen), dichtet sofort gegen Druck.
Loctite 638
Fügeklebstoff
Grün
Hochfest
Ausgeschlagene Lager, Zahnräder auf Wellen
Füllt Spaltmaße bis 0,25 mm aus, rettet Bauteile.
Profi-Tipps für die Arbeit am Oldtimer
Damit dein Ergebnis so perfekt wird wie die Lackierung deines Klassikers, beachte bitte diese vier goldenen Regeln:
Anaerobe Aushärtung verstehen: Loctite härtet nur aus, wenn es Metallkontakt hat und kein Sauerstoff mehr herankommt. Dass der Rest in der Flasche flüssig bleibt, ist gewollt.
Geduld bei passiven Materialien: Bei Edelstahl, verzinkten Schrauben oder sehr niedrigen Temperaturen (unter 5 °C) härtet Loctite deutlich langsamer aus. In diesen Fällen solltest du der Verbindung etwas mehr Zeit (bis zu 24 Stunden) geben, bevor du sie voll belastest.
Weniger ist mehr: Du musst die Schraube nicht in Loctite ertränken. Ein paar Tropfen im Bereich des Kraftschlusses reichen völlig aus. Überschüssiges Material, das nach dem Festziehen außen am Gewinde steht, wird niemals hart und kann einfach mit einem Lappen abgewischt werden.
Nach Vorgabe arbeiten: Bitte beachte immer die technischen Datenblätter und Sicherheitsanweisungen des Herstellers.
Fazit: Qualität zahlt sich aus
Bei der Wartung und Restauration an der falschen Stelle zu sparen, rächt sich meist schnell. Mit der Aufnahme von Loctite in unser Sortiment bieten wir dir jetzt auch im Bereich der Schrauben und Wellensicherung die Sicherheit, die dein Schätzchen verdient.
Mit unserem Angebot an Produkten des Herstellers Loctite bist du für jedes Szenario gewappnet, das dir bei der Arbeit am Oldtimer begegnen kann. Schau direkt in unserem Onlineshop für Oldtimerbedarf das neue Loctite-Sortiment an und rüste deine Werkstatt für das nächste Projekt auf!